Fallstudie 02: “Bewegung im Kontext der Arbeit”

Für die zweite Fallstudie haben wir uns mit der Firma Döllken zusammen getan, deren MitarbeiterInnen bereits aktiv versuchen Bewegungspraktiken in ihren persönlichen Arbeitsalltag zu integrieren. Neben der Erprobung unserer entwickelten Interview- und Analysetools, stand bei dieser Fallstudie konkret die Anschlussfähigkeit an den Designprozess im Vordergrund. Nachfolgend stellen wir unsere Schritte und angewendeten Tools zur Überführung in greifbare Konzepte vor.

 

Das Ergebnis

Unsere finale Evaluierung favorisierte das Konzept des „Pausenwürfels“, ein Smart Object für das Büro. Der Würfel ermöglicht Anwendern sich auf eine einfache und schnelle Art und Weise für eine gemeinsame Pause zu verabreden. Zudem fördert er, wenn unternehmensübergreifend eingesetzt, eine stärkere Vernetzung und Austausch über Abteilungen und Teams hinweg. Zum Abschluss der Fallstudie wurde ein „funktionaler Prototyp“ entwickelt. Dieser ist mit Sensorik und Kommunikationselementen versehen und wurde bei unserem Anwendungspartner im Einsatz getestet. Ziel des “Pausenwürfels” ist es nicht nur das Gefühl der Körperlichkeit zu positivieren, sondern auch die Verbundenheit zu den Kollegen zu steigern.

 
 

Verlauf der Fallstudie

01
Start mit Praktiken zum Thema „Bewegung im Kontext der Arbeit“

In die Exploration des Themas dieser Fallstudie bezogen wir anfänglich Experten aus dem Bereich „betriebswirtschaftliches Gesundheitsmanagement“ mit ein um das Themengebiet besser einfassen zu können. Zudem fokussierten wir uns auf PraktikerInnen, die bereits Bewegung in ihren Arbeitstag integrieren. Wir führten acht Interviews und erhielten 13 verschiedene Praktiken.

 

02
Entwicklung einer „Praktik-Narrativen“ auf Basis qualitativer Interviews

Nach der Analyse unserer Praktiken-Interviews extrahierten wir sieben Kernpraktiken, die wir untersuchen wollten. Diese Praktiken überführten wir in sogenannte „Praktik-Narrativen“. Dies sind Erlebniserzählung, welche die wohlbefindensorientierten Eigenschaften der Aktivität und ihre positiven Auswirkungen auf den Menschen in idealisierter Weise beschreibt.

 

03
Konzeptionierung unter wohlbefindensorientierten Aspekten

Die „Praktik-Narrativen“ bildeten die Grundlage für unseren Ideenentwicklungsprozess. In mehreren internen Entwicklungs- und Evaluierungsschleifen reduzierten wir unseren Entwicklungsfokus auf vier Konzepte, die wir mit Anwendern überprüfen wollten. Fokus eines jeden Konzeptes war die saubere Herleitung der Bedürfnisbefriedigung, die Verknüpfung mit der Narrativen und die Rückführung auf die initialen Interviews.

 

04
Überprüfung der Konzeptideen mit User-Storyboards

Unsere vier Konzepte überführten wir in visuelle Storyboards, die eine User-Journey unserer Idee darstellten. Für einen möglichen Anwender sollte so das Erlebnis kommunizierbar und vorstellbarer werden. Dadurch konnten wir nicht nur ein reichhaltiges Feedback bekommen, sondern auch eine klare Priorisierung nach Wohlbefindensaspekten ermitteln. Die Evaluierung wurde auch mit ProbandInnen durchgeführt, die die Bewegung im Kontext der Arbeit noch nicht als positive Praktik empfanden.

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