Wohlbefindensorientierter Innovationsprozess

 

Wie sich Glück, Wohlbefinden, Design- und Startup-Methoden zu einem Innovationsprozess verschmelzen

Aus den Zielen wohlbefindensorientierte Gestaltungsprozesse & -modelle zu entwickeln, das Dienstleistungsangebot der Kreativwirtschaft zu erweitern und die Erlebnisökonomie weiterzuführen, ergeben sich die drei thematischen Schwerpunkte des Förderprojektes.



Glück und Wohlbefinden

Seit gut drei Jahrzehnten bilden Glück und Wohlbefinden etablierte und wachsende Forschungsschwerpunkte in der Psychologie. Die sogenannte positive Psychologie weiß heute bereits sehr genau wie glücklich wir sind und was uns glücklicher machen kann. Allerdings wird dieses Wissen heute sowohl auf makroökonomischer, unternehmerischer als auch individueller Ebene selten konkret genutzt und angewendet. Kern des Forschungsprojektes ist daher stark anwendungsorientiert in diesen Ebenen zu arbeiten um dort Einfluss nehmen zu können. Vor allem im individuellen und unternehmerischen Bereich scheint dies schon kurzfristig erreichbar. Es stellt sich jedoch die Frage, wie individuelles Glück und Wohlbefinden bei Menschen im Alltag entsteht?

Wohlbefinden und Glück entsteht nicht zufällig, sondern aus den Aktivitäten die wir alltäglich ausführen. Sie befriedigen unsere psychologischen Bedürfnisse nach bspw. Autonomie, Kompetenz oder Nähe. Diese Aktivitäten haben für uns einen spezifischen Sinn (Bedeutung) und bedürfen neben unserem Wissen (Fertigkeiten) auch immer gewisse Dinge, Produkte oder Services (Material). So entsteht ein kausaler Zusammenhang zwischen unserer Bedürfnisbefriedigung und unseren Aktivitäten.

Weiterführende Informationen zu dem Thema "Glück & Wohlbefinden" finden Sie hier.


 

Design

Abstrakte Ziele wie Glück und Wohlbefinden werden durch den kausalen Zusammenhang plötzlich greifbar und können gestalterisch adressiert werden. Produkte die grundlegende Bedürfnisse befriedigen, erhöhen daher das menschliche Wohlbefinden. Doch wie gestaltet man solche Produkte gezielt? Beim erlebnisorientierten Gestalten steht das Wohlbefinden zukünftiger Nutzer – also ihr erlebnisorientierter, emotionaler Nutzen – im Vordergrund der Gestaltungsbemühungen. Es werden mit Hilfe verschiedener Methoden Erkenntnisse über den Nutzer gesammelt, ihr Verhalten studiert und analysiert.

Die gesammelten Informationen fließen unmittelbar in die gestalterischen Konzepte und Entwürfe für mögliche Lösungen. Dieser Ansatz und seine wirtschaftlichen sowie innovationsbringenden Vorteile werden bisher nur geringfügig ausgeschöpft. Das Förderprojekt Design for Wellbeing hat sowohl die Erarbeitung eines neuen und anwendungsorientierten Gestaltungsprozesses, als auch dessen Überprüfung anhand von aussagekräftigen Fallbeispielen zum Ziel.

Weiterführende Informationen zum Thema "Design" finden Sie hier.


Lean Startup

 

Ziel dieser Fallbeispiele ist es auch ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept für wohlbefindenssteigernde Lösungen zu entwickeln. Hierfür werden Bestandteile des Lean Startup Prozesses übernommen um Vorgehensweisen aus der Unternehmungsgründung zu adaptieren. Auch hier werden potentielle Nutzer und Käufer sowohl im Entwicklungsprozess als auch in der nachgelagerten Markteinführung involviert.

Mit Hilfe von direktem Feedback soll das Produkt in iterativen Schritten an die tatsächlichen Wünsche der Nutzer angepasst werden um das Risiko einer Gründung zu minimieren. Ziel ist ein von Nutzern tatsächlich erwünschtes Produkt, das auf Basis eines tragfähigen Geschäftsmodells angeboten werden kann. Die Vorgehensweise des Lean Startup Prozesses ähnelt sich in vielen Schritten der iterativen Gestaltung, die schon heute in der Kreativwirtschaft angewendet wird. Die Vorteile des Lean Startup Prozesses sollen im Projekt Design for Wellbeing in den geplanten Gestaltungsprozess einfließen.

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