Die Methodik des Design for Wellbeing

Design- und Innovationsmethoden haben meist den Ansatz, Probleme mit einem vorhandenen Produkt oder einem Service zu identifizieren und versuchen dann, eine innovative Lösung dieser Probleme hervorzubringen. Das beschränkt die Sichtweise der Designer und Entwickler auf das Negative und lässt positive Aspekte außer Acht.

Mit der Methodik des “Design for Wellbeing” verändern wir die Perspektive und rücken explizit das Positive in den Mittelpunkt. Wir starten mit Menschen, die sich mit viel Herzblut mit einer Aktivität auseinandergesetzt haben. Wir finden heraus, auf welche Weise das Ausüben der Aktivität das Wohlbefinden dieser Nutzer gesteigert hat und überführen diese Erkenntnis in ein Produkt oder Service, das anderen Nutzern ermöglicht, eine vergleichbare positive Erfahrung zu machen.


 

Feedback zur Methodik & Testimonials

 
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Der Ansatz und die Vorgehensweise hat viel Potenzial – wir werden die Methodik in Zukunft bei uns anwenden!

Duy Phong Vu, DeLonghi Braun Household GmbH

 

Wissenschaftlich fundiert setzt der »Design for Wellbeing«-Ansatz auf eine gezielt differenzierte Herangehensweise durch z.B. »Positiv-PraktikerInnen« und eröffnet so den Zugang zu bisher unerreichten Erkenntnissen und ist mit den üblichen, im Markt angebotenen Ansätzen nicht zu vergleichen.

Tino Klähne, Lufthansa Innovation Hub

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Ich habe schon sehr viele Prozesse gesehen. Was mich bei Design for Wellbeing begeistert ist, dass es bei den psychologischen Grundbedürfnissen, also einen Schritt früher ansetzt als viele andere.

Florian Lanzer, Venture Idea

 
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"Positive thinking" ist super – alle anderen denken in Problemen.

Nelson Farfan Espada, Ztarkbond GmbH

 

 

Die Besonderheiten des Prozesses

Praktiken statt Personas

Der Fokus auf Praktiken verändert die Perspektive auf das Generieren von Innovationsansatzpunkte. Es werden authentische und inspirierende Ergebnisse erzielt, die auf realen Personen basieren.

Fokus auf das Positive

Dieser Ansatz stellt die Entwicklung eines positiven Erlebnisses in den Vordergrund. Während sich viele Ansätze mit Problemlösungen beschäftigen, fokussieren wir das Schaffen von etwas Positivem und lösen dabei "entdeckte" Probleme.

Von den richtigen Anwendern lernen

Um ein positives Erlebnis zu gestalten, versuchen wir von AnwenderInnen zu lernen, für die eine spezifische Praktik bereits positiv auf ihr Wohlbefinden einzahlt. Sie bilden eine reichhaltigere Informations- und Inspirationsquelle

 

Praktiken-Canvas als vielseitiges Werkzeug

Wir benötigten für jeden Projektstart nur eine kurze Rüstzeit: Die spezifisch entwickelten Werkzeuge lassen sich auf jedes Thema adaptieren.

Anschlussfähigkeit der Interviewergebnisse

Die entwickelten Methoden und Werkzeuge ermöglichen es uns, wohlbefindensorientierte Daten zunächst zu erfassen, danach zu analysieren und schließlich für den Gestaltungs- und Innovationsprozess nutzbar zu machen.

Überprüfung mit konkreter Zielsetzung

Die Wahl der richtigen Evaluationsmethodik basierend auf dem Überprüfungsgegenstand und der Zielsetzung ist elementar, um konkrete Entscheidungen zu unterstützen.

 

Nachvollziehbarkeit der Gestaltungsergebnisse

Die Verknüpfung von Psychologie und Soziologie mit Designmethodiken liefert uns nicht nur Inspiration. Der fundierte und dokumentierte Prozess unterstützt auch die Nachvollziehbarkeit der Gestaltungsergebnisse.

Marktfähige Lösungen mit Wohlbefindensfokus

Unsere Validierungsergebnisse haben gezeigt, dass wir Produkt- und Servicelösungen entwickelt haben, die nicht nur das Wohlbefinden von Positiv-PraktikerInnen steigern, sondern auch das Wohlbefinden von einer breiteren Masse an Anwendern.

 

 

Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Förderprojekt

Produkte und Methoden

Im Zuge des Projekts haben wir die innovative Design-Methodik des “Design for Wellbeing”-Ansatzes entwickelt und nicht zuletzt die Tools, die helfen, diese Methodik effektiv einzusetzen. Dazu zählen das Projekt-Handbuch “ReferenceGuide”, das Interview-Tool “Positive Praktiken-Canvas” zur besseren Erfassung der einzelnen Bestandteile von Praktiken, der “Wellbeing-Checker” zur Evaluation von Ideen und Grobkonzepten und wissenschaftliche Publikationen.

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Einblicke in Fallstudien

Insgesamt führten wir vier Fallstudien, unter anderem mit Anwendungspartnern wie De’Longhi Braun Household und dem Lufthansa Innovation Hub, durch, in denen wir unsere Methodik zu Anwendung brachten, um sie umfassend zu testen. In jeder Iterationsrunde wurden Teile ergänzt, modifiziert und verworfen und die Methodik dadurch optimiert. Einen Überblick über die einzelnen Fallstudien gibt es hier.

Vergangene Events

Um den Austausch mit anderen Designern und Spezialisten verwandter Fachrichtungen zu suchen, richteten wir insgesamt drei Summits zum Thema “Design for Wellbeing” aus. Ob 2016 im Sanaa-Gebäude in Essen, 2017 bei Noto in Hürth oder 2018 im Startplatz Köln, immer trafen interessante Meinungen und Personen aufeinander und lieferten wertvolles Feedback und Eindrücke.